Kowald-Ort: KITA & Dus-Ti

KITA

Naoki Kita_Violine

Nach einem klassischen Musikstudium in seinem Heimatland ging der japanische Geiger Naoki Kita nach Großbritannien, um dort Komposition für Filmmusik und Jazz-Improvisation zu studieren. Danach zog es ihn nach Argentinien, wo er in Buenos Aires bei Fernado Suarez Paz, einem Mitglied des Astor Piazzollas Quintetts, im Violinenspiel des Tango unterrichtet wurde und bei zahlreichen Tangoshows spielte. Seit einigen Jahren integriert er zunehmend die Improvisation in sein Spiel. Mit der Band "Salle Gaveau" tourte er in den letzten Jahren mehrfach durch Europa. Musikalisch verschmelzen sie Tangoelemente mit Free Jazz, Improvisation und Punk-Rock. 2010 spielten sie in Rom am "Istituto di Cultura Giapponese", um als eine der interessantesten zeitgenössischen Formation der japanischen Jazz-Szene vorgestellt zu werden.

Dus-Ti

Pablo Giw_Trompete, Electronic
Mirek Pyschny_Drums

Schreiend summende Trompete und ein zerbrochenes Becken mit verzerrter Bassdrum. Dus-Ti ist ein Katalysator von endlosen Einflüssen, der alles zerlegt und im Moment neu entstehen lässt. Er macht eine Bombe zu einem Herzschlag und lässt Schönheit im Chaos entstehen. Dus-Ti spielt den Soundtrack zur Gegenwart.

Das Duo Dus-Ti (aus dem persischen Wort "dusti" oder "doosti", welches "Freundschaft" bedeutet) gründete sich 2008. In intensiven und regelmäßigen Sessions erarbeiteten Mirek Pyschny und Pablo Giw ihren eigenen Sound und entwickelten einen individuellen Improvisationsweg. Dabei ging es zunächst nur um den Prozess der gemeinsam musikalischen Arbeit, um die Suche nach neuen Möglichkeiten und Kombinationen. Die Ergebnisse dieser Zeit wurden mit einer Produktion festgehalten. In einer 5-tägigen Studiosession im Hamburger "KlangWerkStatt" Studio entstand gemeinsam mit dem Toningenieur Tony Brown eine sehr direkte und energiereiche Aufnahme: Experimentelle und fremdartige Klänge gehen über und ein in harte Groove Passagen, akustische Elemente und Geräusche klingen zu Sprachsamples. Das Album "2011" wird am 26. August auf dem internationalen Jazzfestival Saalfelden erstmals präsentiert.
 
Pablo Giw, ist Musiker mit deutschen und persischen Wurzeln. In Köln geboren, wurde er in seiner musikalischen und künstlerischen Entwicklung stark durch seine Familie geprägt. Er war Schüler von Markus Stockhausen, der ihn sowohl technisch als auch musikalisch ausbildete und förderte. Heute konzentriert sich seine Arbeit vor allem auf neue Wege in der improvisierten und experimentellen Musik. Mit Elektronik erweiterte Klänge, sowie akustische Modulationen bilden dabei die Basis. In Gruppen wie dus-ti oder Projekt Tams lässt er sich von diesen musikalischen Mitteln inspirieren. Konzertreisen und Begegnungen mit anderen Musikern bringen immer wieder neue Ideen und Konzepte mit in diesen Prozess ein.
 
Mirek Pyschny, kommt aus Kattowitz (Polen). Dort bekam er als Kind Klavier- und Geigenunterricht und begann wenig später auch Schlagzeug zu spielen, bevor er mit seiner Familie nach Deutschland umsiedelte. An der Musikhochschule Köln studierte Mirek Jazz Schlagzeug bei Keith Copeland und Michael Küttner, gleichzeitig Perkussion bei Alfonso Garrido und Latin Schlagzeug bei Lucas van Merwijk am Konservatorium in Rotterdam. Nach dem Studium verbrachte er eine längere Zeit in New York, in der er sich kreativ weiterentwickelte und mit der dortigen Szene in Berührung kam. Zurzeit lebt Mirek in Köln, spielt in diversen Formationen u.a (dus-ti, East Affair) in Deutschland und Europa.

Weitere Informationen unter www.dus-ti.com